Jugend- und Drogenberatungsstelle Magdeburg
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Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

AKTIONSWOCHE FÜR KINDER AUS SUCHTFAMILIEN - WARUM?
 

Etwa jedes sechste Kind in Deutschland kommt aus einer Familie, in der Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit herrschen.

Ca. sechs Millionen Erwachsene in Deutschland sind als Kinder in Suchtfamilien aufgewachsen. Kinder von Suchtkranken (Children oAlcoholics/ Children oAddicts = COA) sind Risikokandidaten, selber eine stoffliche Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln.
Aber, diese Kinder sind auch extrem widerstandsfähig, haben vielfältige Begabungen  und Kompetenzen. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sie sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln.
Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien (kurz: COA-Aktionswoche) lenkt jedes Jahr in der Woche um den Valentinstag (14. Februar) die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblemen ihrer Eltern leiden.

Auszug aus der Presseerklärung zum Start der elften Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien:
 

>Prof. Barbara John, Vorstandsvorsitzende Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin: „Es ist wichtig, dass wir gerade die Kinder, die in Familien mit suchtkranken Eltern leben, nicht allein lassen. Sie brauchen dringend eine verlässliche Hilfe und unsere Unterstützung. Nur so können wir ihnen ermöglichen, später ein glückliches Leben zu führen. Denn diese Kinder tragen nicht nur eine große Bürde sonders selber ein hohes Risiko, suchtkrank zu werden.“

Auf einhellige Zustimmung stieß bei den Initiator/innen und Unterstützer/innen der Aktionswoche ein Statement der Bundesfamilienministerin. Franziska Giffey hatte sich jüngst in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland für mehr Hilfen für suchtbelastete Familien und ihre Kinder ausgesprochen. „Das ist ein hoffnungsvolles Zeichen“, sagt Henning Mielke von der bundesweiten Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien, NACOA. „Allerdings reicht es nicht aus, den Kindern nur einen elternunabhängigen Anspruch auf Beratung einzuräumen, wie es jetzt vorgesehen ist. Wenn sie nicht anschließend in ein Unterstützungsangebot weitervermittelt werden, ist für die Kinder nicht  viel gewonnen.“ An solchen Angeboten aber mangelt es in Deutschland. Bundesweit gibt es nur ca. 200 spezialisierte Angebote für die drei Millionen betroffenen Kinder!<

Auch dem Team der DROBS ist das Thema ausgesprochen wichtig. Aus diesem Grund bieten wir regelmäßig Fortbildungen zum Thema Kinder aus Suchtfamilien für pädagogisches Fachpersonal an.

Wenn Sie sich näher mit der Thematik auseinander setzen möchten, finden Sie auf der Homepage von  viele hilfreiche Links und Fakten.